1.12.2016 - Film Voices of Transition

Zum ersten Mal versuchten wir eine Veranstaltung im Jazz Pub in Wiesen. Der Besuch war recht überschaubar. Mehr Attacis als andere.

 

Den Film hatten wir schoin einmal in Wiener Neustadt gezeigt.    

 

Diesmal war es eine Zusammenarbewit zwischen dem Jazz Pub, Attac Burgenland und Attac Wr. Neustadt.

23.9.2016 – Das Raumschiff Erde hat keinen Notausgang“.

Vortrag und Diskussion mit Frau Prof. Helga Kromp-Kolb.

im BORG Wr. Neustadt

 

 

Den Vortrag zusammenfasssend könnte man sagen: Der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen MUSS weltweit, aber auch in Österreich,  sofort angegangen werden. Je früher desto besser. Spätestens 2030 muss Österreich CO2-emissionsfrei sein.

 

 

Auf allen Ebenen (von global bis individuell) stehen große Änderungen bevor: Wie wir Energie erzeugen, wie viel, wie und ob  wir reisen, woher unser Einkommen kommt, wenn es zu wenig Lohnarbeit für alle  gibt, wie wir mit den Menschen umgehen, die ihre überfluteten Lebensräume auch  in Europa verlassen müssen, welches nicht auf Wachstum basierende Wirtschaftssystem sich am besten eignet und noch mehr.    

 

 

Die Staaten der Welt haben sich in Paris auf das Ziel geeinigt, den CO2 Ausstoß so zu reduzieren, dass die Klimaerwärmung auf 2°, oder besser noch auf 1,5° beschränkt wird.  Und auch darauf, dass fossile Brennstoffe durch erneuerbare ersetzt werden.

 

Emittiertes CO2 bleibt in der Atmosphäre viele Jahre, braucht 100te Jahre um restlos daraus zu verschwinden und reichert sich daher dort bei fortgesetztem Ausstoß  an.  Wasserdampf – auch ein Treibhausgas – wird bereits nach 8 Tagen umgesetzt und endet in Niederschlag oder im Meer.   

 

 

Ca. 75 Millionen t CO2 werden in Österreich im Jahr Jahre emittiert. Nimmt man die maximale globale Gesamtmenge an CO2, die insgesamt noch zu emittieren erlaubt wäre, fielen auf Österreich – grob gerechnet –1000 Mill. Tonnen CO2.  Das wäre der Ausstoß von  14 Jahren, das heißt, dass spätestens 2030 Österreich emissionsfrei sein muss.         

 

Während Entwicklungsländer einen Nachholbedarf haben, verbrauchten die Industriestaaten schon lange mehr Ressourcen und emittieren mehr CO2 als ihnen zustünde. Daher muss den Entwicklungsländern –vor allem auch finanziell - geholfen werden, ihren Fortschritt gleich auf Basis erneuerbarer Energie zu erreichen, ohne den traditionellen Weg über fossile Brennstoffe zu gehen.       

 

 

Auch bei „nur“ 2° Erwärmung würde der Meeresspiegel um 80 cm steigen, das würde für Europa heißen: Berlin läge fast am Meer, Holland, die Po-Ebene, Venedig und weitere Gebiete wären unter Wasser.  

 

 

Leider gibt es derzeit niemand, der die Superlösung hätte. Klar ist, dass jede Wirtschaftsform, die auf Wachstum aufgebaut ist, notwendigerweise zu mehr Ressourcenverbrauch führt und den Klimazielen entgegensteht. In diesem Zusammenhang sind die aktuellen Diskussionen über CETA und TTIP zu sehen. Diese Verträge sollen ja Wirtschaftswachstum sicherstellen.  

 

 

Beispiele und Forderungen:

 

  • Verbot der Produktwerbung
  • Reparieren statt wegwerfen
  • Gemeinwohlökonomie statt Wachstumswirtschaft
  • Vollgeld, Regio-Währungen,  Gemeinwohlorientierte Banken
  • Nur mehr Bio-Landwirtschaft
  • Starke Reduktion von Fleischkonsum

 

 

Ein bedeutender Aspekt sind auch die Kipp-Punkte, d.h. der Zeitpunkt, ab wann sich Erderwärmung auch bei dann stattfindender Null-CO2 Emission immer noch weiter steigert. Daraus ergibt sich, dass alle Maßnahmen noch vor Erreichen dieser Kipp-Punkte greifen müssen. Und das wiederum beschreibt die Dringlichkeit und die Notwendigkeit sofortigen Handelns.

 

 

Die persönliche Dimension ist, dass wir uns von vielen Gewohnheiten trennen müssen. Und das ist schwer. Einschränkungen im Konsum  müssen nicht notwendigerweise als solche empfunden werden, das kann auch zu Erhöhung der Lebensqualität führen, zum Beispiel zu mehr oder intensiver erlebter Freizeit. Reduktion des Fleischkonsums, Beschränkung von Neuanschaffungen auf das Ersetzen von defekt Gewordenem, so ferne dieses sich nicht reparieren lässt, Verzicht auf modebewusstes „Muss haben“  sollte auch positiv gesehen werden können.  

 

Weniger Konsum und damit auch weniger Produktion bedeutet weniger Arbeitsplätze. Wenn man sich um die Existenzsicherung durch Einführung eines Grundeinkommens-Modells keine Sorgen mehr machen muss,  sind die notwendigen Veränderungen eher zu akzeptieren.  Der gängige Arbeitsbegriff umfasst fast immer nur Erwerbsarbeit. Die Trennung von Arbeit und Einkommen ermöglicht auch die notwendigen sorgenden Arbeiten (Kindererziehung, Pflege, Umwelt) und freiwillige Dienste.    

 

Auch der Begriff des Eigentums könnte hinterfragt werden. In der langen Menschheitsgeschichte ist persönliches Eigentum nicht selbstverständlich. Und auch heute noch gibt es Gesellschaften, die Gemeinschaftsnutzung betreiben, allerdings stark bedrängt vom derzeit gültigen  globalen Wirtschaftssystem.         

 

Zeit: Technische Errungenschaften führen zu Anforderungen, die zu Stress führen können. Viele Menschen haben immer weniger Zeit. Die Zeit besser und menschengerechter zu nutzen, wäre auch eine mögliche Herausforderung, eine Änderung.

 

 

Die abschließende Diskussion war von vielen qualifizierten Wortmeldungen geprägt. Das zeigt, dass viele Teilnehmer sich schon intensiv mit den Auswirkungen des Klimawandels beschäftigt hatten.   

 

2 Elektroautos (ein PKW von Andreas Ottahal aus Katzelsdorf und ein Lieferauto von Monika Jasansky aus Bad Erlach) und  ein Lastenrad zeigten uns  Beispiele für im Betrieb CO2-loser Mobilität. Außerdem sind Fritzi (Attac) und Charly (Radlobby) Zauner samt Material mit ihren Rädern CO2 frei zum BORG gekommen.

Infotische der veranstaltenden und unterstützenden Gruppen, ein Buffet vom Weltladen sowie ein Büchertisch vom Buch-Café umrahmten diese Veranstaltung.

Veranstalter waren: Attac WN, die Radlobby und das Bildungshaus St. Bernhard. 23 Organisationen und Initiativen (so viele wie noch nie) unterstützten zusätzlich diese Veranstaltung: KneippAktivClub WN, KulturGUTnatur, Weltladen WN, BSA WN, Alpenvereinssektion WN, Kath. Jugend, Kath Frauenbewegung, Kath. Männerbewegung, Welthaus – Kath. Aktion, Kath. ArbeitnehmerInnen, Umweltbüro der Erzdiözese Wien,  SOL WN, Talente Tauschkreis WN, AK Schöpfungsverantwortung der Erlöserkirche, Energieforum, Aktion Mitmensch,  Straßenzeitung Eibischzuckerl, Naturfreunde WN, Gründe Bildungswerkstatt NÖ, Das Buch-Café, die Teilbaren – Lastenradverleih, Die Radanhänger-Zentrale, Verkehrswende NÖ.

 

Der BORG Festsaal war mit 200 Besuchern bis auf ein paar wenige leere Sessel „ausverkauft“.  Das  lag sicher an dem vielen Menschen unter den Nägeln brennenden Thema, daran, dass mit Frau Dr. Kromp-Kolb eine, wenn nicht „die“ österreichische Expertin für Klimawandel gewonnen werden konnte und nicht zuletzt an den zahlreichen Unterstützern, die die Veranstaltung sehr breit beworben haben.   

 

 

 

Fotos: Elke Guttmann

17.9.2016 - Demo gegen CETA und TTIP

An der Groß-Demo in Wien nahmen insgesamt an die 15000 Menschen teil. In ganz Österreich waren es zusammen 25000.

 

Auch von unserer Regionalgruppe haben 6 Personen daran teilgenommen.

 

Fotos: Elke Guttmann

18.6.2016 -. "Bist Du schon IKEA oder zahlst Du noch Steuern?"

35 Besucher konnten wir zu diesem interessanten, aber doch sperrigen Thema im Bildungszentrum St, Bernhard begrüßen. Dr. Gerhard Zahler-Treiber von Attac brachte uns die Tricks näher, die multinationale Konzerne nutzen  können, um Steuern zu sparen.

Die Methoden sind bekannt und meist legal, in der Auswirkung aber fatal, da den Staaten dadurch das Geld für zur Erfüllung ihrer Aufgaben fehlt. Kosten entstehen dort, wo hohe Steuern auf Gewinn zu zahlen wären, die Gewinne dort, wo der Steuersatz gering ist. Den nationalen Steuerbehörden stehen nur die Steuererklärungen zur Verfügung, eine übernationale Gewinnbesteuerung erfolgt nicht. Konzern-Interne Kredite mit Zinszahlungen, Lizenzgebühren, interne Verrechnungspreise, komplexe Finanzierungsmodelle, Versicherungen, Derivate sind solche Methoden. Da hilft den Konzernen sehr, dass einzelne Staaten untereinander in Konkurrenz stehen und mit niedrigen Gewinnsteuern große Konzeren anlocken wollen. 

Attac Forderungen, um zu gerechten Steuerzahlunen zu kommen: 

  • Steuerkoordination und Mindeststeuersätze bei Unternehmens- und Vermögenssteuern.
  • Konzerne, die Standorte in Niedrigsteuerländern verlegen, müssen Differenz zum EU-Standard nachzahlen -> Nützt auch Entwicklungsländern, nicht länger auf Steuerdumping angewiesen zu sein.   
  • Unitary Tax System: Besteuerung nach realer Tätigkeit in der EU und nicht nach dem Sitz des Unternehmens. 
  • Langfristig: Vereinheitlichung der Konzernbesteuerung weltweit.

 

 

   

3.5.2016 - "Film "Wer rettet wen?"

Ganz komprimiert stellt dieser Film dar, wie eine aus den Fugen geratene Finanzwirtschaft die Menschen in Griechenland und Spanien an den Rand ihrer Existenz drängt. Während Investitionen in Bauvorhaben Gewinne abwarfen, stehen diese Bauten dann als halb fertige Rohbauten herum und verfallen. Kommen Banken dann in Schwierigkeiten, werden sie durch die Regierungen "gerettet", bezahlen dürfen das dann die Bürger über höhere Steuern und Abbau des Sozialsystems. Eine "unheilige Allianz" zwischen Politik und Finanzwirtschaft macht das möglich. Ein als Erfinder der Derivate vorgestellter Mann hat sich mittlerweile aus diesem Geschäft zurückgezogen und äusserte sich im Film ebenfalls sehr kritisch zu seiner eigenen "Erfindung". Entlarvend auch ein Interview mit dem spanischen Finanzminister, welches eher an ein unfreiwilliges Kabarett erinnerte. So viel Uneinsichtigkeit kann es ja nicht geben, denkt man und das Lachen bleibt einem in der Kehle stecken. Tief beeindruckt, wenn nicht niedergedrückt, verliessen die Besucher den Filmsaal. 

Eine Zusammenarbeit zwischen Attac WN, Dekarte und dem Bildungshaus St. Bernhard.                     

23.4.2016 - 5. Pflanzentauschmarkt

In der Schmuckerau konnten wir nun schon zum 5. Mal den Attac Pflanzentauschmarkt abhalten. Es war ein emsiges Tauschen und Kaufen. Obwohl es nie zu einem besonderen Gedränge kam, war das Interesse insgesamt hoch. In den 3 Stunden dieses Marktes fanden viele Garten- und Gemüsepflanzen neue Besitzer.  Der Wettergot meinte es auch noch gnädig, so dass sowohl draussen als auch drinnen getauscht werden konnte. 

11.3.2016 - Zukunft der Arbeit

 

Welche Modelle braucht es, um die Existenzsicherung von Menschen zu gewährleisten – unabhängig von Erwerbsarbeit? Wie müssen Arbeit und Gesellschaft gedacht und organisiert werden, damit alle Menschen eine Chance auf ein gutes Leben haben? Darüber machen sich PraktikerInnen wie WissenschafterInnen in unterschiedlichen Zusammenhängen Gedanken.
Zwei der Konzepte, die derzeit international öffentlich diskutiert werden, werden bei dieser Veranstaltung präsentiert.

 

Kerstin Wolter anstelle der erkrankten Frigga Haug, emeritierte Professorin für Soziologie an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik, stellt ihr Konzept der „Vier-in-einem-Perspektive“ vor, die Utopie einer gerechten Verteilung von Erwerbsarbeit, Familienarbeit, Gemeinwesenarbeit und Entwicklungschancen.


Michael Schäfers, Vorsitzender der Katholischen ArbeitnehmerInnenbewegung Deutschlands, entwickelt aus der Katholischen Soziallehre und ihrem Arbeitsbegriff den Begriff der „Tätigkeit“ und das Konzept einer „Tätigkeitsgesellschaft“, die Erwerbsarbeit, Privat- und Gemeinwesenarbeit gleichermaßen im Blick hat und mit Wert versieht.


Bernhard Saupe anstelle der erkrankten Veronika Kronberger, die Vorsitzende der „Plattform Generation Praktikum“ und in der GPA-djp zuständig für atypische Beschäftigungsverhältnisse, beschreibt, wie Atypisierung und Prekarisierung in Österreich derzeit in Erscheinung treten und wirksam werden


Werkvertrag, Leiharbeit, Praktikum, befristete Anstellung, „neue Selbständigkeit“,… : Atypische Beschäftigungsverhältnisse haben unterschiedlichste Ausprägungen und breiten sich in alle Branchen, Bildungs- und Altersgruppen aus. In vielen Fällen gehen sie mit geringer sozialer Absicherung und mit niedrigen Einkommen einher, reicht das, was man verdienen kann, nur knapp oder nicht mehr aus, um die Lebenshaltungskosten zu decken, geraten Menschen in „prekäre“ Lebenslagen.

Dialogkonferenz „Zukunft der Arbeit“
Fr. 11. März 2016, 16 - 21 Uhr. Eintritt frei.
HAK Wiener Neustadt, Ungargasse 29, 2700 Wiener Neustadt

Eine Veranstaltung von Kath. Aktion (KAB, kfb, KMB, KJ, Welthaus, AMG-Akademie) und  attac Regionalgruppe Wr. Neustadt.

 

18.1.2016 - Bedingungsloses Grundeinkommen Pro und Kontra

Am 18.1. wurden Pro und Kontra des "Bedingungslosen Grundeinkommens" erörtert. Im Rahmen des BSA Montagforums traten Klaus Sambor (Initiative für das Bedingungslose Grundeinkommen - BGE) für und Markus Marterbauer (AK-Wien) kritisch gegen die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens auf. Resumée: Klaus Sambor sieht die zusätzlichen Kosten für ein BGE (ca. 85 Milliarden € in Österreich) vor allem durch Vermögensbesteuerung aufbringbar, Markus Marterbauer hält dies im Gegensatz politisch nicht durchsetzbar und plädierte für eine Stärkung und den Ausbau des Sozialsystems. Die Vorteile des BGE: Sicherheit, Entkoppelung von Arbeit und Einkommen, keine Stagmatisierung mehr von Menschen ohne Arbeit, sozialer Frieden. 

Argumente dagegen: Sozialstaat wurde erkämpft und sollte nicht aufgegeben, sondern ausgebaut werden. Dieser steht ohnehin derzeit stark unter Druck. Anstelle von BGE sollten bedingungslose Grundleistungen gefordert werden.      

   

Die 40 Anwesenden erlebten eine lebhafte und sachliche Konfrontation der beiden Referenten und eine breite Publikumsdiskussion zum BGE.  

Eine Zusammenarbeit zwischen BSA WN und Attac Reg. Gruppe WN

 

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